Gerda und Peter Nettesheim


Ein Gespräch zwischen Louwrens Langevoort, dem Intendanten der Kölner Philharmonie und den Künstlern wird Ihnen die Arbeiten der Bildhauer näher bringen.

Im Anschluss daran präsentiert Gerda Nettesheim eine Performance mit Ihren Objekten, wobei sie durch den Waldhornspieler Harald Sack Ziegler und den Posaunisten Peter J. Saßmannshausen unterstützt wird.


Peter Nettesheim sagt zu seinen Arbeiten:


„Meine Holzfiguren entstehen ausgehend von einem vorgefundenen Materialstück, meistens im direkten Zugriff und mit Blick auf die Eigenart des Herstellungsprozesses. Ohne oder mit Sockel, als Kleinformat und in Lebensgröße verbindet sich im Erscheinungsbild der Arbeiten ihr Objektcharakter als mobile Skulpturen  mit ihrer inhaltlichen Funktion zur Darstellung erlebter oder erdachter Wirklichkeit.

Die Figuren sind bevorzugt aus Robinienholz hergestellt. Dieses wetterfeste Hartholz erlaubt die Präsentation der Figuren im Innen- wie im Außenraum. Ihre inhaltlichen und räumlichen Bezüge untereinander und zu ihrer Umgebung, dem Ort ihrer Präsentation werden Teil der unmittelbar wahrgenommenen psychologischen Wirkung und öffnen ein weites Feld phänomenologischer Zusammenhänge.“


Peter Nettesheim wurde 1945 in Neunkirchen/Siegkreis geboren. Nach einem Studium der Geschichte und Kunstgeschichte in Köln begann er 1965 das Studium der Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf bei Professor Karl Bobek. 1970 wurde er von Karl Bobek zum Meisterschüler ernannt.

Von 1971 – 73 lehrte er Bildhauerei an der Kunstakademie in Düsseldorf. Nach einer kurzen Tätigkeit als Kunsterzieher wurde er von 1975-2005 Dozent im Fachbereich Kunstpädagogik an der Universität Siegen.

Im Laufe seiner künstlerischen Tätigkeit als Bildhauer wurden Ihm 1971 der Förderpreis des Kulturkreises im Bund der Deutschen Industrie und 1983 der Förderpreis zum Großen Kunstpreis Berlin zuerkannt.


Neben seinen Öffentliche Aufträgen:


1989        Brunnenanlage im Einkaufszentrum Siegen-Weidenau

1998        Wandgestaltung am Rathaus der Stadt Garbsen bei Hannover

2001/02  19 lebensgroße Holzfiguren für das Rheinische Landesmuseum Bonn zum Thema

                „ Wir Rheinländer “

2003        Reiterfigur „ Herr von Morken “ für das Rheinische Landesmuseum Bonn

2004        Motorradskulptur für die Stadt Kevelaer

2006        Zwei Figuren, Much


präsentiert er seine Arbeiten seit 1970 regelmäßige in Einzelausstellungen und Aus-stellungsbeteiligungen im In– und Ausland. Hier ein kurzer Auszug aus den letzten 4 Jahren:


2003        Galerie im Forum Leverkusen - Galerie Benninger, Köln

2004        Galerie „ Stattmuseum “ , Düsseldorf - Kunst auf Carl , Kunstverein Frechen

2005        Fünf Fahrradfahrer , Figurengruppe , Landesgartenschau, Leverkusen - Oberbergischer

                Kunstverein , Reichshof-Denklingen - Burg Dringenberg , Bad Driburg

2006        Sculptura V, Kevelaer - „ drinnen und draußen “, Galerie Benninger


Gerda Nettesheim:


„ Drum-Mammas und Urtrompeten“

Material: Eichenholz

Maße der Installation:  Höhe: 1, 90 m, Durchmesser: 5,00 m


„In Anlehnung an die mittelalterliche Schutzmantelmadonna habe ich vier Mütter mit Kind hergestellt, die in Form und Funktion an afrikanische Trogtrommeln erinnern. Es sind bespielbare Klangskulpturen, bei denen Musik und bildende Kunst eine Einheit bilden. Die Bewegung ist rein funktional durch die Tonerzeugung mit Holzbögen und Schlegeln bestimmt. Die Mutterfiguren sind fest an ihren Platz gebunden, während die Kinderfiguren beweglich sind. Sie können sowohl in der Bauchhöhlung stehen, als auch in Entfernung zur Mutter oder einfach angelehnt. Es werden Trommelgeräusche erzeugt, die an Herz- und Pulsschläge erinnern. Die großen Figuren bringen tiefe, die kleinen dagegen hohe Töne hervor. Es sind Klänge der Urzeit. 14 Holztrompeten ergänzen das Klanggeschehen, wie der Urschrei oder der Schrei des Kindes bei der Geburt.

Nach meiner Aktion wird das Publikum zur Beteiligung aufgefordert.“


„Meine Klangskulpturen entstehen als Auseinandersetzung in den Bereichen Plastik und Musik. Sie sind in der Regel veranlasst durch ein Bedürfnis nach elementarer Klangerfahrung und experimenteller Musik.

In der bildhauerischen Arbeit finden sich unterschiedliche Ansätze. Zum Teil kann der Gestaltungsprozess von vorgefundenem Material oder von Fundstücken ausgelöst sein, die entweder durch den gezielten Zugriff oder durch ein Umdefinieren ihrer ursprünglichen Funktion zur Klangerzeugung umformuliert werden.Dabei sind immer wieder sowohl plastisch-räumliche Konzeptionen wie auch von den beabsichtigten Klangqualitäten geleitete Entscheidungen wesentlich für das endgültige Erscheinungsbild meiner Arbeiten.“


Gerda Nettesheim wurde 1947 in Troisdorf geboren. Sie studierte Musik an der Musikhochschule in Köln und Musikwissenschaft an der Uni Köln. Nach dem Examen der Philosophie in Aachen studierte sie Kunst und Kunstgeschichte an der Uni Siegen. Sie lebt und arbeitet in Köln.


Gerda Nettesheim zeigt ihre Kunst bei zahlreichen Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland (Auswahl)


1981    Villa Waldrich, Siegen - Künstlerbund Bottrop

1982     Produzentengalerie, Siegen - Uhrturm, Dierdorf

1985     Kaos-Galerie, Köln

1986     Simultanhalle, Köln

1993     Wasserturm, Wesel

1994     Beteiligung an der Ausstellung zum „ Gabriele Münter  “ Preis, Bonn

1997     Rathaus Santervas, Spanien - Schloß Augustusburg, Brühl

1998     Nikolausstift, Wesel - Torhäuser, Flora Köln - Dresdner Bank, Köln-Kalk

1999     KKR-Galerie, Köln - Holz, Kunst und Geschichte, Holzcity Köln

2000     Galerie b, Leichlingen

2001     Galerie Ost, Köln - Galerie am Buttermarkt, Köln

2004     Grube Carl, Kunstverein Frechen - Nikolausstift, Wesel

2005     Oberbergischer Kunstverein - Kunsthaus, Stadt Bocholt - Kulturbunker, Köln

1998 und 1999  Kunstpreis Kalker Kunstmeile, Köln


Arbeiten im öffentlichen Besitz:

Santervas, Spanien; Melgar, Spanien; Archäologisches Museum, Nettersheim

Land Nord-Rhein-Westfalen


Wolfgang Nitschke

Bestsellerfressen

„Solo gegen den Rest“


Man kann es nicht von allen Kabarettisten behaupten, aber er hat es geschafft:


Wolfgang Nitschke hat die Welt verbessert! „Der Scharfrichter der Literaturversager“ (Kölner Stadtanzeiger), „der Hannibal Lector der Buchkritik“ (Express) hat den Sondermüll der Bestsellerindustrie gesammelt, sortiert und in einem 2 stündigen Kabarett-Programm einer sinnvollen Wiederverwertung zugeführt.

Er hat getan, was getan werden musste: Er hat den ganzen Quatsch akribisch gelesen und daraus einen satirischen Leichenschmaus gezaubert, eine literarische Schlachtplatte vom Feinsten.


Wolfgang Nitschke (Deutscher Kleinkunstpreis 2001 mit der Kabarett-Truppe „3Gestirn“) hat inzwischen über 100 solcher Machwerke verrissen – doch alle haben sie unverdrossen weitergemacht: Die Bioleks und Blüms, die Nenas, PURs und Heinos; die Bohlens, Effenbergs und Naidoos; die Stoibers und die Schröders; die Walsers und die Weizsäckers; Fliege, Knopp und Meisner – und all die andern Dalai Lamas, all die prominenten Debakelexperten & politischen Desastersäcke aus der Bundesliga der Bestsellerstapelei!

Kurzum: ein satirisch-polemisch-kabarettistischer (Hammer noch was?), ja, tödlich - herzerfrischender Rundumschlag gegen den herrschenden Kulturbetrieb, ein lustiger Amoklauf für die ganze Familie.


Wichtiger Hinweis für alle Interessenten:

Absolut keine Vorkenntnisse nötig!


Mit anderen Worten:

Ein Hirn- und Abend füllendes Programm, das jeder versteht, der noch alle Tassen beisammen hat!

 
Gerda und Peter Nettesheim
Wolfgang Nitschke